Skip to main content

Auslandsreise Krankenversicherung für Au Pair & Work and Travel

Wer als Aupair ins Ausland geht oder auch an einem Work & Travel-Programm teilnehmen möchte, darf sich auf eine unvergessliche Zeit freuen. Dennoch ist es wichtig, auch an die eigene Sicherheit zu denken: Die heimische Krankenkasse zahlt nämlich oft vieles im Ausland nicht. Eine gute Auslandskrankenversicherung ist aus diesem Grund unverzichtbar.

Mit der richtigen Versicherung ins Ausland – deshalb ist sie so wichtig

Es passiert vor allem im Ausland schnell, dass man krank wird – und das, obwohl man sich auf viele Aktivitäten, Sport und Entspannung freut. Allerdings kommt die statistisch recht häufige Erkrankung junger Menschen im Ausland nicht von ungefähr, denn der Körper reagiert schnell anfällig auf Krankheitserreger, wenn sich die äußeren Einflüsse verändern. So kann es sein, dass man beispielsweise im Winter aus Deutschland zu einem Ort fliegt, wo gleich 30 °C oder mehr herrschen. Diese Umstellung verkraftet nicht jeder Organismus gleich gut, auch eine höhere Luftfeuchtigkeit bereitet vielen Menschen Probleme. Der Körper hat sich zudem auch an die in Deutschland übliche Hygiene gewöhnt. Einige Urlauber haben sogar Probleme, die Speisen und Getränke im Gastland auf Anhieb zu vertragen – Pbelkeit, Erbrechen oder ein längerer, schwächender Infekt sind hier oft die Folge. Mit einer guten Auslandskrankenversicherung muss man sich trotz all dieser Risiken dennoch keine Sorgen die eigene Gesundheit machen.

Jedoch: Wer sich nicht nur für einen kurzen, mehrwöchigen Urlaub ins Ausland begibt, sondern stattdessen als Au Pair, Auslandsstudent oder als Work & Travel-Teilnehmer, der verbringt in der Regel mehrere Monate dort. In diesem Fall kommt eine einfache Versicherung von etwa 20 €, wie sie in jedem Reisebüro gebucht werden kann, leider nicht mehr in Frage. Zwar gilt ein solcher Schutz für ein ganzes Jahr, allerdings darf der Auslandsaufenthalt nicht länger als vier bis sechs Wochen am Stück dauern. Hier muss also auf ein spezielles Versicherungsmodell zurückgegriffen werden.

Aupair in Kanada

Aupair in Kanada ©iStockphoto/martinedoucet

So findet man die passende Auslandskrankenversicherung

Der bedeutsamste Punkt bei der Auswahl der passenden Versicherung ist, dass die Versicherung das Arbeiten im Ausland erlaubt – dies ist keinesfalls selbstverständlich und muss vorher unbedingt genau geprüft werden. Missachtet man eine solche Klausel und wird man dann am Zielort wirklich krank, so kann es gut sein, dass die Versicherungsgesellschaft keinerlei Kosten trägt. Hier finden Sie z.B. gute Vergleichsmöglichkeiten: Preisvergleich für Work and Travel Versicherungen. Die richtige Auslands-Krankenversicherung für Kanada

Weiterhin muss sicherlich nicht zusätzlich betont werden, dass die günstigste Versicherung nicht automatisch auch die am besten geeignetste ist. Hier muss beachtet werden, dass eine Police gebucht wird, die auch zu den eigenen Bedürfnissen passt. Plant man beispielsweise, ein ganzes Jahr im Ausland zu verbringen, dann ist eine Versicherung zu wählen, die mindestens 12 Monate lang gültig ist. Nicht bei jeder Gesellschaft ist eine nachträgliche Verlängerung aus dem Ausland möglich. Beläuft sich die gesamte Laufzeit jedoch lediglich auf ein Jahr, so kann man die Police bei den meisten Anbietern nicht verlängern.

Manche Versicherungsgesellschaften bieten trotzdem die Möglichkeit, eine Verlängerung vorzunehmen, allerdings ist hier mit zusätzlichen Kosten zu rechnen. Es ist am besten, sich bereits vorher für eine Versicherung zu entscheiden, die gleich für einen längeren Zeitraum gilt.

Übernahme der Kosten – dafür kommt die Versicherung auf

Geachtet werden sollte beim Versicherungsabschluss allerdings auch darauf, dass es bei der Übernahme der Behandlungskosten keine Limitierungen durch die Versicherung gibt bzw. wirklich alle Kosten übernommen werden. Ein wichtiger Punkt ist hier das Thema Selbstbehalt: Solche Work & Travel-Versicherungen sind im Normalfall deutlich preiswerter. Prinzipiell geht es bei Versicherungen mit Selbstbehalt darum, dass ein bestimmter Teil der Kosten selbst übernommen werden muss – meist sind dies zwischen 50 und 100 Euro. Alles, was darüber liegt, wird von der Versicherungsgesellschaft bezahlt. Hier ist es unbedingt zu empfehlen, lieber direkt etwas mehr für die Versicherung zu bezahlen, dafür aber sicher sein zu können, dass man am Ende nicht eine Menge zusätzliche Kosten tragen muss, falls doch einmal etwas Schlimmeres geschehen sollte.

Zahnbehandlungen und Rücktransporte – das sollte man darüber wissen

Auch bei den Versicherungen speziell für Work & Travel-Teilnehmer gibt es einige Besonderheiten – wie zum Beispiel für Zahnbehandlungen. Bei zahlreichen Policen muss hier eine Menge selbst zugezahlt werden. Im einzelnen Fall kommt es dabei selbstverständlich ebenso darauf an, wie stark die Probleme mit den eigenen Zähnen sind und ob man schon vorher weiß, dass man auch im Ausland einen Zahnarzt benötigen wird. Dann nämlich macht es Sinn, sich für eine Versicherung zu entscheiden, in der gerade dieser Teil gut abgesichert ist.

Ab und zu reicht es nicht aus, einen kranken Menschen im Ausland zu behandeln oder ihn mit Medikamenten zu versorgen – bei einer sehr schweren Erkrankung ist ein Rücktransport in das Heimatland nicht selten unumgänglich. Nur: Wer trägt hier die Kosten?

Es ist heutzutage so, dass bei den einzelnen Versicherungsgesellschaften in der Regel zwischen „medizinisch notwendig“ und „medizinisch sinnvoll“ unterschieden wird. Um im Krankheitsfall nicht von der Entscheidung eines einzelnen Arztes abhängig zu sein, ist es wichtig, bei einer Versicherung darauf zu achten, dass sie die Kosten für den Rücktransport auch wirklich trägt – selbst dann, wenn der Mediziner einen Rücktransport lediglich als „sinnvoll“ erachtet.

Immerhin: Ein Rücktransport von einer Karibischen Insel kostet beispielsweise schnell 70.000 Euro und mehr, denn in Ambulanzflug ist im Hinblick auf die Kosten keinesfalls mit einem normalen Flug zu vergleichen. Bei einem Flieger, der innerhalb Europas einen Rücktransport ermöglichen soll, müssen immerhin noch 17.000 bis rund 20.000 Euro bezahlt werden – auch dies wird dann von der Versicherung übernommen.

Handelt es sich um einen längeren Aufenthalt in einem EU-Staat, so werden die allgemeinen Kosten meist schon im Rahmen des öffentlichen Gesundheitssystems abgedeckt. Dies geschieht dann durch die EHIC, die European Health Insurance Card. Diese Karte sollte daher immer im Ausland mitgeführt werden. Sämtliche Heilkosten, welche die Basiskosten übersteigen, werden dann von der Auslandskrankenversicherung übernommen.

Übrigens: Möchte man zum Work & Travel bzw. als Aupair in die USA reisen, dann muss besonders sorgfältig bei der Auswahl der Versicherung vorgegangen werden. Da die Kosten für medizinische Leistungen dort nicht gerade günstig sind, sind die USA nicht in allen Versicherungen enthalten. Dies muss also vorher unbedingt abgeklärt werden, damit man im Ernstfall auf der sicheren Seite ist und seinen Auslandsaufenthalt dann auch wirklich sorgenfrei genießen kann.

Top Artikel in Unterwegs in Kanada