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Kluane N.P.

Der Kluane National Park wurde im Jahr 1972 gegründet und liegt im äußersten Osten von Kanada, wo er an Alaska angrenzt. Das Parkareal befindet sich im südlichen Teil der kanadischen Provinz Yukon. Die Fläche des Nationalparks beträgt mehr als 22.000 km², was ihn zu einem der größten Parks in Nordamerika macht. Seit 1979 stehen Teile des Nationalparks unter dem Schutz der UNESCO.

Weil der Kluane National Park deutlich weiter nördlich und zudem auch noch höher als die meisten anderen kanadischen Nationalparks liegt, unterscheidet sich die Landschaft hier ganz beträchtlich von allem, was Kanada sonst zu bieten hat. Schnee und Eis prägen das Gesicht des Parks über weite Teile des Jahres, Berge und Gletscher bedecken gut 82 Prozent der gesamten Parkfläche – das sogenannte Kluane Icefield bildet das größte zusammenhängende Gletscher-Eisfeld außerhalb der Polregionen.

Wussten Sie eigentlich, dass der Nationalpark mitten in den traditionellen Siedlungsgebieten einiger First Nations liegt? Noch heute trifft man hier auf die Champagne, Aishihik und Kluane First Nations, die im Nationalpark angeln und sammeln dürfen.

Kluane N.P.

Kluane N.P. ©iStockphoto/brytta

Besucher des Parks haben vorrangig in den kurzen Sommern die Möglichkeit, die Besonderheiten der nordkanadischen Landschaft zu Fuß oder per Mountainbike zu erkunden. Es existieren zahlreiche Wanderrouten, wobei anzumerken ist, dass die Routen lediglich einer Richtungsvorgabe entsprechen. Nur anspruchsvolle, gut trainierte Wanderer sollten sich eine solche Route vornehmen, da sie über Stock und Stein, zuweilen sogar durch Flüsse führen und große Höhenunterschiede aufweisen können. Auf Nummer sicher geht, wer einen der markierten Wege nimmt, die gut präpariert und auch von Wander-Anfängern gut zu meistern sind. Mit Ausnahme der wenigen Hauptrouten ist es um das Straßennetz im Park grundsätzlich nicht allzu gut bestellt, weshalb die Besucher überwiegend zu Fuß oder auch auf dem Mountainbike unterwegs sind. Aufgrund der zahlreichen Berge und Eisflächen gilt der Park als Paradies für anspruchsvolle Naturfotografen. Aber auch Angler kommen auf ihre Kosten: Sie können in den kühlen, klaren Flüssen auf Forelle und Lachs fischen.

Übrigens: Obwohl die Infrastruktur im Park eher dürftig ausgebaut ist, ist es möglich, mit dem Pkw oder Wohnmobil auf Tour zu gehen. Am Rande des Parks bieten Fremdenführer ihre Leistungen an, bei denen beispielsweise auch Reittouren gebucht werden können.

Übernachtungen im Kluane National Park sollten gut vorbereitet werden. Hotels und Lodges finden sich vor allem am Rande des Parks, im Gelände selbst dominieren Campingplätze das Bild. Allerdings ist anzumerken, dass die Bezeichnung Campingplatz oftmals mit Vorsicht zu genießen ist: Teilweise handelt es sich um simple Freiflächen mit Feuerstelle. Wer dort zelten möchte, sollte sich im Vorfeld unbedingt mit den Sicherheitshinweisen auseinandersetzen, da unter anderem auch Grizzlybären durch den Park streifen.

Die Anreise gestaltet sich beim Kluane National Park nicht ganz so einfach. Aufgrund seiner Lage müssen längere Autofahrten in Kauf genommen werden. Es ist auch möglich, von Vancouver sowie einigen weiteren kanadischen Städten mit kleinen Maschinen direkt an den Park zu fliegen, was allerdings nicht immer kostengünstig ist. Für die Anreise aus Deutschland empfiehlt es sich, Vancouver anzufliegen.